Zoohandel Zajac

Themen rund um das gequälte Tier-Aktionen zum Schutz der Tiere

Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Chilli » Samstag, 25. Februar 2012, 01:14:41

Ich fühle mich gerade fast dazu genötigt mal in meine Geburtsstadt zu fahren 8-)

Ja, ich stamme aus dem schlammloch Duisburg...bin aber zum Glück anderweitig aufgewachsen!


Ein grossteil meiner Familie lebt dort...

AgilityBriards hat geschrieben:Sehe auch nicht das problem.

spricht eine ganz andere Kaeuferschicht (darum Heikes seitenhiebe as usual ziemlich daneben). Die werden sich ihren Hund kaufen, ob vom Massenvermehrer oder Hinterhof ...

... und da ist mir ein reglemetierter Massenvermehrer lieber als hinterhof vermehrungen die auf parkplaetzen verkauft werden !!!

Und ist ja fuer die meisten Liebhaber Rassehunde Zuechter eh kein Konkurrent ! (zumindest sollte es nicht sein ...)


Du unterschätzt die Region "Niederrhein/Ruhrgebiet"! Hier wohnt arm und reich sehr nah beieinander...und auch reich kauft bei Z. ...

Z.Z. kenne ich selbst seit bestimmt 9 Jahre...mich wundert dort nichts mehr...man sollte sich aber wirklich eine eigene Meinung bilden...alles andere hätte keinen Zweck!
Werde trotzdem bald dort mal reinschauen...Fotos werde ich auch machen...
Dany mit Chilli (*05.11.2007)

Es ist so leicht andere, und so schwierig, sich selbst zu belehren.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Xtina » Samstag, 25. Februar 2012, 01:48:47

Da ich mit diesem Thema wieder angefangen habe, es für mich geklärt hatte und an einen allgemeinen Konsens geglaubt hatte, will ich ausführen, weshalb ich den Verkauf von Hundewelpen in einem Zoomarkt als unerträglich empfinde.

Auch nüchtern betrachtet reduziert unsereins den Hund nicht auf einen reinen Warenstatus, sondern ein Hund ist für uns doch in erster Linie ein Sozialpartner.

Bei einem Verkauf in einem solchen Markt wird sein Wert auf eine reine Ware reduziert.

Ich bin täglich mit Menschen konfrontiert, sowohl beruflich als auch auf dem Hundeplatz, die Hunde aus dem Kofferraum und von Händlern jeglicher Couleur erwerben. Das sind Menschen, die sich wohl einen Sozialpartner wünschen, sich aber über die Herkunft kaum Gedanken machen und viele Zusammenhänge nicht kennen und auch nicht kennen wollen. Das ist ein gewisser Selbstschutz, der dort aufgebaut wird. Für das eigene Handeln will man keine Gewissensbisse haben.
Und der Preis spielt eine Riesenrolle. Da wird zu gerne alles geglaubt, was man an beschönigenden Infos bekommt.

Seid einigen Jahren besteht die Selbstbeschränkung des Zoofachhandels, Tiere, die so nah mit dem Menschen zusammenleben, wie Hund und Katze nicht in Geschäften zu verkaufen.
Tierschützer und auch der VDH sehen sich in Deutschland mit einer Flut von gewerbsmäßig produzierten Hunden gegenüber, deren „Produktion“ und Vertrieb eine reine Geldmacherei ist.
Gesetzmäßig finden sie da leider immer noch keine Lobby.
Also kann man immer nur versuchen, Menschen für dieses Thema sensibel zu machen und aufzuklären.

Und so ist der Verkauf von Welpen bei Zoo Zajac ein riesiger Rückschritt. Das ist eine neue Baustelle, die man schon längst geschlossen glaubte.

Wo kommen die Hunde her, die zu diesen Preisen, wirklich gewinnbringend angeboten werden?

Mein konkretes Beispiel ist eine Massenzucht in Südfrankreich, die in ganz Frankreich Läden beliefert. Dort werden alle gängigen Hunderassen gezüchtet. Für mich ähnlich einer Schweinezucht.

Sehr saubere geschlossene Anlage. Die Hunde leben auf Beton. Fäkalien laufen selbstständig ab. Die Hunde werden nach einem Zuchtprogramm vermehrt mit dem Bestreben möglichst viele, hübsche, gesunde Welpen zu erzeugen. Die Hündinnen werden belegt, bis sie nicht mehr genug Welpen produzieren.
Die Rüden werden solange eingesetzt, wie sie möglichst gesunde viele Welpen erzeugen. Futter ist genug da, aber mehr oder weniger automatisch. Die Hunde werden tierärztlich überwacht. Menschen, bzw. Zuwendung desselben kennen sie nicht.

Einmal in der Woche kommt extra ein Tierarzt, der alles, was über ist schmerzlos in den Himmel befördert.

Über sind Hündinnen, die meistens, wenn sie es solange geschafft haben mit 7 Jahren aussortiert werden. Ebenfalls Hündinnen, die nicht die erforderliche Welpenzahl erbringen, oder die gar nicht fruchtbar sind. Außerdem Hündinnen, die vermehrt Welpen mit Fehlern produziert haben.
Mit den Rüden verhält es sich ähnlich. Die werden in jedem Alter aussortiert, meistens mit spätestens 7 Jahren.
Welpen, die aus den Läden als nicht verkauft und für den Verkauf zu alt zurückkommen. Welpen die vor den Ferien nicht losgeschlagen werden konnten und nach den Ferien zu alt sind. Fehlerhafte Welpen.

Es lohnt sich dafür jede Woche extra den Tierarzt kommen zu lassen. Konkrete Zahlen habe ich nicht, weil ich sie nicht wissen wollte.

Tierschützer dort haben es geschafft, dass sie bevor der TA kommt, hinein dürfen und Hunde „retten“ dürfen. Das ist noch billiger als die Spritze. Aber….. sie müssen sich verpflichten, das im Lande nicht publik zu machen und diese Ausschusshunde nur ins Ausland zu vermitteln, weil man nicht möchte, dass dieses Handeln Vorort öffentlich wird.

Ich habe einige von diesen ausrangierten Zuchthunden auf dem Tisch gehabt. Die kennen, wie erwähnt, keine menschliche Zuwendung. Die kennen auch keinen Himmel, oder Ruhe, oder frische Luft. Das sind reine Angstpakete, die sich, weil sie nicht wissen, was nun auf sie zukommt, am liebsten in Luft auflösen würden. Die haben Angst vor allen Menschen und glauben draußen, ihnen fällt der Himmel auf den Kopf. Sie liegen bewegungslos platt auf dem Boden.

Und glaubt mir, dieser Anblick treibt mir die Tränen in die Augen (damit ist dem Hund nicht geholfen, das weiß ich auch) und macht einen so wütend auf Menschen, die einer wunderbaren Kreatur aus Profitsucht so etwas antun.

Das sind teilweise bildschöne Hunde die mit viel Mühe auch sozialisiert werden können. Ein halbes Jahr später erkennt man die fast nicht wieder. Mit der Stubenreinheit haben sie Probleme, da sie sich immer dort, wo sie waren erleichtern mussten. Sie sind körperlich immerhin so fit, dass sie richtig alt werden können.

Wollen wir das??? Wollen wir wirklich dass so mit Hunden umgegangen wird? Aber nur so ist es profitabel. Wobei dort noch auf genügend gutes Futter, Wärme und tierärztliche Betreuung vorhanden ist. Warum dieses Beispiel aus Frankreich. Weil dort noch versucht wird, gesunde schöne Hunde zu züchten. Und doch finde ich das Vorgehen dort zum K…..

Wie die Massenzuchten in Deutschland und im umliegenden Ausland aussehen, zeigen diverse Medien seid ich denken kann, immer wieder. Weitaus schlimmer. Da wird in den wenigsten Fällen auf Gesundheit, genügend Futter etc, sondern nur auf Masse geachtet. Und wo landen ausrangierte Zuchthunde und Welpen, die aus dem verkaufsfähigen Alter raus sind? Davon ist hier kaum etwas bekannt. Dazu erfährt man auch in besagtem Zoomarkt nix.

Dazu kommt zu frühe Trennung von der Mutter, 14 Tage Quarantäne, saubere Verhältnisse, die aber in keinster Weise den sozialen Bedürfnissen der Welpen angepasst sind,

Dort wird ein schöner Schein inszeniert, den in unserer zunehmenden Geiz ist Geil Gesellschaft viel zu viele Leute bereit sind, als OK anzunehmen. Das ist ein solcher Rückschritt, zu dem, was bisher erreicht war.

Ich könnte jetzt noch Stunden schreiben, von mir persönlich bekannten Augenzeugen, das sprengt so ein Forum.

Ich lebe seid über 40 Jahren ununterbrochen mit Hunden zusammen und züchte auch schon einige Zeit. Ich versuche den Bedürfnissen meiner Hunde gerecht zu werden und weiß, wie liebevoll wir und andere Briardzüchter sich um ihre Hunde bemühen.

Dieser Zoomarktmäßige Welpenverkauf ist für jeden ernsthaften Züchter ein Schlag ins Gesicht.

Bin da auch total emotional und werde mit Wort und auch Tat eine solche Handlungsweise weiterhin verdammen und verurteilen und dagegen kämpfen. Und solange an der Gesetzeslage diesbezüglich nix geändert wird, kann ich halt nur weiter versuchen aufzuklären.

Im Übrigen weiß ich auch, wie Veterinärämter handeln. Auch ein weites Feld. Da gibt es keine Schwierigkeiten. Auch mit Tierschützern habe ich viel zu tun und setze mich auseinander. Und bei manchen Berichten von denen weiß ich, dass unsere Spekulationen was den Verbleib der übrig gebliebenen Hunde betrifft, durchaus der Realität entsprechen.
Ein Leben ohne Briard ist möglich, aber trist,

Christina und die schwarzen Piratenstrubbbelschlammschneeschnuffelchaotenbries

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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon ravelblond » Samstag, 25. Februar 2012, 02:12:27

Aber Christina ....was regst du dich auf???In Frankreich werden die Geschäfte und Zuchtfarmen doch auch kontrolliert.....ist doch sauber .....alles Bestens.......
Nee...im Ernst.....@ andrea....wie kann ein Züchter , der für sich selbst so here Ansprüche hat , wie z.B. Welpen mind. bis 8 Wochen zu behalten und nur ein bis zwei Würfe mit seiner Hündin zu machen.....solche Toleranz mit schäbigen Geschäftemachern aufbringen......
Toleranz hört bei mirgenau dort auf wo Gefühl ins Spiel kommt......Keiner der Hunde liebt ,kann so etwas FREIWILLIG tolerieren......
Ich werde da jetzt mal eine Nachtdrüber schlafen und befürchte genauso entsetzt und verwirrt wieder zu erwachen :o
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon AgilityBriards » Samstag, 25. Februar 2012, 02:15:57

Chilli hat geschrieben:Du unterschätzt die Region "Niederrhein/Ruhrgebiet"! Hier wohnt arm und reich sehr nah beieinander...und auch reich kauft bei Z. ...


wuerde nie das gegeteil behaupten.

wenn Z smart ist verkauft er auch Designermutts, ein Labradoodle welpe im petland laesst sich fuer $3000 und mehr verkaufen, ein rassereiner Briard ist $800 bis $1500 :roll:

Problem ist, wenn du Z verbietest kommt XY als Verkaeufer. Wenn du jeden Welpenverkauf durch zoohandlungen verbietest dann werden genau gleich viele hunde durch andere kanaele verkauft... die weniger ueberwacht sind. Problem wird auf diese weise nicht geloest. USA (Schnapsverbot in den 1930's) hat deutlich gezeigt, dass prohibition nie funktioniert, nur das problem in den untergrund verschiebt .... :twisted:

Du must an den Kaeufern arbeiten wenn du etwas aendern willst ...

Thomas
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon AgilityBriards » Samstag, 25. Februar 2012, 02:29:32

Thomas hat geschrieben:
Montbard de Bethune hat geschrieben:Warum hat dieser riesige Dachverband es nicht geschafft, rechtzeitig einen Riegel davor zu schieben? DER Verband fürs Deutsche Hundewesen, mit Hauptsitz quasi ums Eck bei Herrn Z. hat nicht genügend Einfluss nehmen können?


Hat überhaupt schon mal irgend ein Verband irgendwas verhindert? Schau dir den ADAC an. Haben die Schwachsinn wie Ökosteuer, Umweltplakette oder Maut verhindert, wogegen die waren? Die haben alle samt keinen politischen Einfluss. Einfluss haben eben die Lobbyisten der Wirtschaft, die Geld in der Hand haben, nicht Vereinsmacherei ;)


Dann haben wir aber schon mal einen Hauptpunkt gefunden ... Lobbying sollte durch den VDH gemacht werden ... Ohne Lobbyarbeit durch den AKC waere hier schon lange PETA und Co an der macht => keine Hunde mehr !!!!
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Lottikarotti » Samstag, 25. Februar 2012, 09:34:08

ich denke da mal an die welpen, an die zukunft der welpen die dort verkauft werden......
mein idealbild sieht da so aus. ich telefoniere mit dem züchter mehrfach und besuche ihn und seine hunde/welpen mehrfach. der züchter erfährt viel über mich und ich erfahre viel über den züchter/die hunde/die aufzucht usw. klappt es gegenseitig suchen wir gemeinsam einen lebenslangen begleiter für mich aus ! diese ganzen sachen sind nicht innerhalb 10 minuten geschehen sondern dauern wochen und monate.
weiß herr zajac irgendwas über die käufer ? weiß er wohin er seine welpen da verkauft ? haben sie nach dem kauf kontakt ? können die käufer auch mal um rat fragen wenn der hund "probleme" hat ?
nicht nur ich als käufer hab "rechte" sondern auch der welpe hat es verdient wenn der verkäufer das bestmögliche zuhause für den kleinen findet und das schliesse ich einfach bei dieser art der verkaufens ganz klar aus !!!!!!!!!!!!!!!! es geht darum geld zu verdienen und nicht darum ungeeignete welpenkäufer auch mal weg zu schicken....zum wohle des hundes !!!
herr zajac wird nen teufel tun kranke hunde zu verkaufen, damit schaufelt er sich nen grab.....aber alles andere bleibt auf der strecke.
Petra und Amy
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SEIN HERZ ZU VERSCHENKEN !

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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Samstag, 25. Februar 2012, 12:30:55

Fange diesmal von Achtern an zu antworten ;)

Lottikarotti hat geschrieben:ich denke da mal an die welpen, an die zukunft der welpen die dort verkauft werden......
mein idealbild sieht da so aus. ich telefoniere mit dem züchter mehrfach und besuche ihn und seine hunde/welpen mehrfach. der züchter erfährt viel über mich und ich erfahre viel über den züchter/die hunde/die aufzucht usw. klappt es gegenseitig suchen wir gemeinsam einen lebenslangen begleiter für mich aus ! diese ganzen sachen sind nicht innerhalb 10 minuten geschehen sondern dauern wochen und monate.
weiß herr zajac irgendwas über die käufer ? weiß er wohin er seine welpen da verkauft ? haben sie nach dem kauf kontakt ? können die käufer auch mal um rat fragen wenn der hund "probleme" hat ?
nicht nur ich als käufer hab "rechte" sondern auch der welpe hat es verdient wenn der verkäufer das bestmögliche zuhause für den kleinen findet und das schliesse ich einfach bei dieser art der verkaufens ganz klar aus !!!!!!!!!!!!!!!! es geht darum geld zu verdienen und nicht darum ungeeignete welpenkäufer auch mal weg zu schicken....zum wohle des hundes !!!
herr zajac wird nen teufel tun kranke hunde zu verkaufen, damit schaufelt er sich nen grab.....aber alles andere bleibt auf der strecke.


Wie Du selbst schreibst, das ist Dein, ggf. unser "Idealbild" von einer Zusammenarbeit zwischen Käufer und Verkäufer! Doch die Klientel, die derzeit dort bedient wird ist eben eine andere und nicht die, die wir uns vorstellen! Diese Klientel wird es immer geben und gab es immer, sonst wäre so ein Thema gar nicht auf dem Tisch!

AgilityBriards hat geschrieben:
Problem ist, wenn du Z verbietest kommt XY als Verkaeufer. Wenn du jeden Welpenverkauf durch zoohandlungen verbietest dann werden genau gleich viele hunde durch andere kanaele verkauft... die weniger ueberwacht sind. Problem wird auf diese weise nicht geloest. USA (Schnapsverbot in den 1930's) hat deutlich gezeigt, dass prohibition nie funktioniert, nur das problem in den untergrund verschiebt .... :twisted:

Du must an den Kaeufern arbeiten wenn du etwas aendern willst ... Thomas


Genau das ist der Punkt! Bisher war es schon so, dass dann eben im "Untergrund" für Nachschub für genau die angesprochene Klientel gesorgt wurde...keine Kontrollen, keine Handhabe, völlig machtlos standen, nein stehen, alle Gegner dieser Sache gegenüber! Die Frage muss doch langsam lauten: "Wie kann ich diese Klientel beeinflussen, wie aufklären und vor allen Dingen überzeugen?"


AgilityBriards hat geschrieben: Dann haben wir aber schon mal einen Hauptpunkt gefunden ... Lobbying sollte durch den VDH gemacht werden ... Ohne Lobbyarbeit durch den AKC waere hier schon lange PETA und Co an der macht => keine Hunde mehr !!!!


Ja genau! Es muss doch Alternativen geben zu dem bisherigen Umgang mit diesen Problemen. Schon viel früher hätte da Aufklärungsarbeit und gemeinschaftliches Handeln eine Rolle spielen müssen. Spätestens aber dann, als klar war, dass Herr Z. dieses Vorhaben plant.
Ganz unkonventionell und sicher auch nicht ohne Widerstand hätte z.B. auch geprüft werden müssen, ob es eine Verhandlungsmöglichkeit gegeben hätte mit Herrn Z. unter bestimmten Vorraussetzungen und Bedingungen, Auflagen etc. nur Hunde aus VDH-Zucht in dieses Projekt zu nehmen.
Ja ich höre Euch schön schreien. Aber es wäre eine Möglichkeit gewesen, zumindest einen Großteil der Sorgen und Probleme weitgehend einzuschränken, wenn doch eh (durch die Vorarbeit, die Übereinkunft von Stadt und Herrn Z.) kein Weg mehr daran vorbeigeführt hätte.
Somit wären auch entsprechende Statuten im Einsatz geblieben, eine Steigerung der Hundezucht für den VK wäre eher gering ausgefallen, wegen der Auflagen des Dachverbandes.

Und Heike, bevor Du wieder meinst, schreiben zu müssen, was ich meine oder denke. Nein, ich würde keinen Hund dahin verkaufen wollen. Ich habe, wie Du angesprochen hast, eine recht klare Linie für unsere Zucht und eben nicht den Hang ständig Welpen produzieren zu wollen.
Vielmehr denke ich lediglich laut und spreche Dinge an, die gerne außer Acht gelassen werden oder über die man, wenn überhaupt nur hinter vorgehaltener Hand spricht. Nochmals, die Frage lautet, warum ist man im Kampf gegen solche Dinge so machtlos? Warum denkt man nicht mal quer und versucht nicht ständig weiter mit erfolglosen Mitteln dagegen anzukämpfen? Warum bemüht man sich nicht, mal wirklich zusammen an einen Tisch zu gelangen und zu sortieren? Wie kann ich und wie weit darf ich Andersdenkende und Handelnde zu überzeugen versuchen?
Ich bin mir sicher, es gibt noch viele Möglichkeiten, ich habe nur Beispiele genannt, letztlich nur verschiedene Gedanken. Mich wundert, dass Du da noch verwirrt drüber bist.

Suche ich jedoch nach Möglichkeiten, muss ich versuchen alle Blickwinkel betrachten. Was ist rechtens, was nicht, wo fängt die moralische Verpflichtung an und wer gibt sie vor? Ist unser bisheriges Handeln das Alleinseeligmachende? Es ist so einfach einen "gefällt mir" Button in Facebook oder auf anderen, sich mit solchen Themen doch sehr einseitig befassenden Seiten zu klicken. Praktisch jedoch hilft das wenig, wie schon mehrfach angesprochen, in diesem speziellen Fall bewirkt es m.E. sogar das Gegenteil! Viel schwieriger hingegen ist das Abwägen der Möglichkeiten und auch der Akzeptanz anderen Dingen, als den eigenen Vorstellungen.

@Tina, ich möchte mich bei Dir bedanken, immerhin ist es eine Schilderung eigener Erfahrungen und Gedanken, wenn auch sehr weiträumig verfasst. Und doch befinden wir uns da in einer Zone der Spekulationen, denn wir wissen eben nicht, woher Herr Z. seine Welpen bezieht und ob solche Produktionsstätten hierzulande ein möglicher Lieferant sind. wie Du richtig schreibst, seit Du denken kannst, wird in den Medien von solchen Machenschaften berichtet, auch hierzulande, man muss nicht dafür ins Ausland schauen. Und was haben all die Aktionen und Versuche der Eindämmung bisher erreicht?
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon derabgesandte » Samstag, 25. Februar 2012, 12:35:23

Mir persönlich stellt sich die Frage, was Zoo Z. eigentlich will. Mit den Welpen Geld verdienen? Wohl kaum, denn das rechnet sich für ihn nicht. Der verdient am Drumherum! Leute, die dort einen Welpen kaufen, nehmen auch gleich noch das ganze Zubehör mit, an dem wirklich Geld verdient wird. Und ich glaube, dass dies auch die Frage beantwortet, was Z. mit den "übrig gebliebenen" Welpen macht - die wird er verschenken oder an des Meistbietenden abgeben.

@Heike - du würdest keine Welpen an Z. verkaufen, wir und die meisten Züchter ebenfalls nicht, wobei VDH-Züchter, Briardzüchter, durch die Limitierung der Würfe als "Nachschublieferanten" ohnehin uninteressant sind. Nochmal - Z. wird an den Welpen nichts verdienen, er kann froh sein, wenn er nicht zuviel drauflegt. Wer wird die Welpen denn liefern? Glaubst du, dass eine Frau F., die nebenbei gesagt Herrn Z. nicht braucht um ihre Welpen zum gleichen Preis verkauft wie VDH-Züchter, oder Konsorten Hemmungen haben werden, ihre "Welpenproduktion" ein wenig hochzufahren?

Irgendeiner hat es hier schon geschrieben - der Markt sollte das eigentlich regeln. Wo keine Nachfrage nach der "Ware Welpen" besteht, da wird es auch Herr Z. bald drangeben.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Xtina » Samstag, 25. Februar 2012, 13:56:10

Die Nachfrage nach Billigwelpen ist steigend.

Der Markt wird es also auf den Knochen der Hunde regeln.

Auch mit Spontankäufern und deren Beweggründen habe ich so meine Erfahrungen. Die gibt es, mehr als man denkt.

Wie glaubt ihr, dass Verbände, wie VDH und Tierschutz sich einig werden, wenn ein paar Leute in einem Forum sich nicht auf ein "Find ich scheiße" einigen können.

Herr Zajac hat von Anfang an dem VDH Konkurrenz angesagt, da war gar nicht darüber nachzudenken, dass er VDH Hunde verkauft.

Man hat im Vorfeld massiv versucht, ihn zu stoppen. Es war nicht möglich. Kritik löscht er aus seinem Forum und sperrt die Computer für weitere Statements. Er erteilt Hausverbot bei Kritik usw.


Auch wenn er nix an den Welpen verdienen sollte, was ich nicht glaube, sind die Spekulationen, was Entsorgung der "übriggebliebenen" realistisch, weil alles andere nicht profitabel ist.


Diese 'Selbstbeschränkung des Zoofachhandels war ein Fortschritt, ein kleiner, aber immerhin.

Ohne massiven dauernden Wiederstand werden andere nachziehen, davon bin ich überzeugt.

Nun war ich doch kürzer :mrgreen: Ich könnte zu jedem Satz einen Vortrag halten.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Samstag, 25. Februar 2012, 16:33:40

Xtina hat geschrieben:Die Nachfrage nach Billigwelpen ist steigend.


Eben doch ein gesellschaftliches Problem der heutigen Zeit und der Einstellung der Leute, oder!?
Dem ist dann aber auch nicht beizukommen mit noch schärferen Gesetzen und Regelungen. Zum gutgemeinten, jedoch falschen Weg des Auslandstierschutzes, wie er vermehrt praktiziert wird, versuchen wir immer zu erklären, dass man nur vor Ort den Menschen aufklären und andere Wege im Umgang mit den Tieren aufzeigen kann/müsste. Das ist doch letztlich nichts anderes dann hier! Und was wird genau da von den Tierschützern, dem VDH getan in der Hinsicht?

Xtina hat geschrieben:Auch mit Spontankäufern und deren Beweggründen habe ich so meine Erfahrungen. Die gibt es, mehr als man denkt.


Ja und solche Erfahrungen und Berichte müssten in die Überlegungen mit einbezogen werden, wie man ggf. diese Schieflage der gesellschaftlichen Einstellungen zu ihren Tieren verändern kann. Ganz offensichtlich ist dies nicht der Fall, man beschimpft und beleidigt sich gegenseitig. Alle "Aufklärungsversuche" waren bisher ohne Erfolg, sonst würde die Nachfrage nicht noch steigen.

Xtina hat geschrieben:Wie glaubt ihr, dass Verbände, wie VDH und Tierschutz sich einig werden, wenn ein paar Leute in einem Forum sich nicht auf ein "Find ich scheiße" einigen können.


Nun Tina, ein einfaches "find ich scheiße" reicht nunmal nicht aus, ist leicht rausgebrüllt und verpufft aber schnell irgendwo im Nirgendwo. Und ja es dürfte schwer werden, TS und VDH zu einer Einigung bzw. einen Kompromiss zu bewegen, denn die Geschichte der beiden Kontrahenten ist alles andere als eine Lovestory. Wie ich schon sagte, wurde gestern gegen uns Züchter gewettert, heute gegen ZZ und morgen? Und immer mit der gleichen zerkratzten Platte, die man auflegt, weil nicht bereit von alten Strukturen abzuweichen, weil man nicht bemüht ist wirklich sachlich, fachlich korrekt zu diskutieren. Der VDH hat genauso Angst um seinen guten Ruf, wie der TS und beide bemerken nicht, dass der Ruf schon lange bröckelt. Die Drei-Affen-Politik ist nunmal ein schlechter Berater, um Missstände zu beseitigen. Wenn ich nicht selbstkritisch sein kann, gelingt es auch nicht andere zu überzeugen, andere Wege einzuschlagen.

Xtina hat geschrieben:Herr Zajac hat von Anfang an dem VDH Konkurrenz angesagt, da war gar nicht darüber nachzudenken, dass er VDH Hunde verkauft.


So hat er? Nun gerade dann hätten die Versuche angestrengt werden müssen.

Xtina hat geschrieben:Man hat im Vorfeld massiv versucht, ihn zu stoppen. Es war nicht möglich. Kritik löscht er aus seinem Forum und sperrt die Computer für weitere Statements. Er erteilt Hausverbot bei Kritik usw.


Wer ist "man" und was haben die konkret versucht? Kritiken zu löschen etc. mag nicht die feine Englische sein, aber auch ich habe so etliche Seiten gelesen mit ihren Kritiken an ZZ und muss sagen, die wenigsten davon waren klar, sachlich und fundiert. Beleidigungen allein sind weder eine gute Form der Kritik noch erreichen sie etwas anderes, als Trotzreaktionen, das wissen wir doch hier alle bestens.

Xtina hat geschrieben:Diese 'Selbstbeschränkung des Zoofachhandels war ein Fortschritt, ein kleiner, aber immerhin.


Es war ein scheinbarer Fortschritt, denn es wurde uns nur aus den Augen genommen, was man hätte offensichtlich wahrnehmen können. Wie schon gesagt, wurde der Markt dennoch größer und er wurde seit jeher bedient, dann aber eben aus anderen, noch schlimmeren Quellen!
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Lottikarotti » Samstag, 25. Februar 2012, 17:15:52

ich glaube das es daran liegt das die menschen oberflächlicher sind oder auch weniger geld ausgeben wollen oder spontaner sind, weil es schlichtweg "in" ist einen hund zu haben. es scheint dazu zu gehören, ob man nun zeit hat oder nicht, das nötige kleingeld hat oder nicht, es ist "hip" weil alle "hip" sind :oops:
es gibt ja kaum noch leute ohne hunde, wobei ich wirklich sehr sehr viel kenne die lieber keinen haben sollten und mit ihrem ständig im garten angebundenen goldie lieber mal ne runde laufen sollten...............
es gab noch nie soviele hunde in deutschland und es werden stets mehr............nicht wenige davon sind unüberlegt angeschafft aber auch sehr viele tun es nie wieder weils ja doch ganz schön stressig war so nen hundchen zu haben. nur es passte halt gerade.....kinder gemacht, nen schickes häuschen gebaut, neues auto vor der tür und weil der nachbar so nen netten labi im garten liegen hat hol ich mir mal nen ganz abgefahrenen und ultraschicken ridgeback.....der macht doch was her.........traurig !!!! und wenn sonntag die sonne scheint geh ich mit dem mal auch ne runde spazieren.......solche leute kaufen bei zajac !!!
vielleicht ist hier auch nen nest aber wir haben da echt viele von, leider und schade für die hunde...........

ich werde nicht müde zu erklären warum ich auch für meine amy wieder über 1000 km gefahren bin, warum ich 1000 € aufn tisch lege und warum ich mir so lange gedanken gemacht habe von welchem züchter ich einen hund möchte, welcher hund es sein soll und warum ich jetzt jede frei minute mit amy verbringe um ihr die welt zu zeigen und einen tollen, und sicheren/erzogenen hund aus ihr zu machen. warum ich den 4ten hund habe und nicht nach dem 1 hund sage : NIE WIEDER !!!
und da trennt sich die spreu vom weizen.....ich sage nicht das die zajackunden alle schlechte hundehalter werden aber es sind dort sicherlich mehr dabei die sich danach nie wieder einen holen und wenn, dann evtl. einen besseren weg gehen werden...........
man wird die menschheit nicht ändern, also nicht heut und nicht morgen aber auf lange sicht gesehen wird sich "qualität" durchsetzen da bin ich fest überzeugt. nur die mengen die momentan so übern "ladentisch" gehen kann der vdh z.b. wenn man mal beim rassehund bleibt, garnicht stemmen. soviele züchter gibts garnicht.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Schnucki » Samstag, 25. Februar 2012, 19:40:31

@Andrea, wieso behauptest du immer wieder dass "wir" nicht wissen woher der Z. seine Welpen bezieht, was das für Züchter wären? Guckst du nach Hundezucht Oeding, das ist eine gewerbliche Zucht/Vermehrung!
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Samstag, 25. Februar 2012, 20:58:26

Habe von Anfang an gefragt, ob jemand anders lautende (natürlich gesicherte) Informationen hat. Ja es ist wohl eine gewerbliche Zucht. 3 Rassen, wobei eine nicht FCI anerkannt ist (bisher) aber sonst kann ich deren Seite nichts entnehmen. Keinen Hinweis auf ZZ und ebenso umgekehrt. Woher stammt die Info?
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Samstag, 25. Februar 2012, 21:13:12

Ja Lotti, ich gebe Dir in vielen Dingen Recht, keine Frage. Doch eine...kann man dieser Entwicklung entgegenwirken, wenn ja wie?
Du schreibst Du wirst nicht müde immer wieder Deine Meinung zu erläutern, Dein Vorgehen zu beschreiben...mit welchem Erfolg? Trifft es nicht eher auf taube Ohren? Ist es nicht sogar eher so, dass noch immer oder besser immer mehr die Züchter als die geldgeilen und profitgierigen schlimmen Hundevermehrer gelten und da auch nicht geschaut wird aus welchem Lager sie sind, wie sie züchten und nach welchen Maßstäben?
Seien wir doch mal ehrlich, die Realität sieht eben anders aus als von uns erwünscht. Die stetig wachsende Zahl derer, die ihren Hund eben nicht beim VDH-Züchter sondern unter der Ladentheke, beim Bauern um die Ecke, bei Fam. Mustermann mit dem Upswurf oder auf Märkten und Parkplätzen kauft, zeigt doch wie weit es die bisherigen "Aufklärungsversuche" gebracht haben.

Überzeugungsarbeit ist eben etwas anderes als jemanden seine Meinung aufdrängen zu wollen. Das hat noch nie besonders gut funktioniert und führt eher zum Abbruch eines Gespräches als zu einem Konsens. Die Sturheit auf allen Seiten kommt nicht von ungefähr. Wie ich schon sagte, war es schon lange ein Problem von Hochnäsigkeit und Arroganz, von Streiterei, statt Diskussion, dass z.B. VDH und Tierschutz nicht auf einen Kompromiss kommen. Beide Lager halten ihr Maß der Dinge für DAS Groh. Keiner ist bereit nur einen Deut davon abzuweichen. Diese und andere Einflüsse sind mit dafür verantwortlich, dass der Markt sich so gestaltet hat, wie er heute ist.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Schnucki » Samstag, 25. Februar 2012, 23:53:41

Montbard de Bethune hat geschrieben:Habe von Anfang an gefragt, ob jemand anders lautende (natürlich gesicherte) Informationen hat. Ja es ist wohl eine gewerbliche Zucht. 3 Rassen, wobei eine nicht FCI anerkannt ist (bisher) aber sonst kann ich deren Seite nichts entnehmen. Keinen Hinweis auf ZZ und ebenso umgekehrt. Woher stammt die Info?


Darüber hatte ich bereits im Januar in Dixies Blog geschrieben. Frericks und Fehr haben dem Herrn Z die ersten Labradoodels verkauft.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Lottikarotti » Sonntag, 26. Februar 2012, 11:41:32

Montbard de Bethune hat geschrieben:Ja Lotti, ich gebe Dir in vielen Dingen Recht, keine Frage. Doch eine...kann man dieser Entwicklung entgegenwirken, wenn ja wie?
Du schreibst Du wirst nicht müde immer wieder Deine Meinung zu erläutern, Dein Vorgehen zu beschreiben...mit welchem Erfolg? Trifft es nicht eher auf taube Ohren? Ist es nicht sogar eher so, dass noch immer oder besser immer mehr die Züchter als die geldgeilen und profitgierigen schlimmen Hundevermehrer gelten und da auch nicht geschaut wird aus welchem Lager sie sind, wie sie züchten und nach welchen Maßstäben?
Seien wir doch mal ehrlich, die Realität sieht eben anders aus als von uns erwünscht. Die stetig wachsende Zahl derer, die ihren Hund eben nicht beim VDH-Züchter sondern unter der Ladentheke, beim Bauern um die Ecke, bei Fam. Mustermann mit dem Upswurf oder auf Märkten und Parkplätzen kauft, zeigt doch wie weit es die bisherigen "Aufklärungsversuche" gebracht haben.

Überzeugungsarbeit ist eben etwas anderes als jemanden seine Meinung aufdrängen zu wollen. Das hat noch nie besonders gut funktioniert und führt eher zum Abbruch eines Gespräches als zu einem Konsens. Die Sturheit auf allen Seiten kommt nicht von ungefähr. Wie ich schon sagte, war es schon lange ein Problem von Hochnäsigkeit und Arroganz, von Streiterei, statt Diskussion, dass z.B. VDH und Tierschutz nicht auf einen Kompromiss kommen. Beide Lager halten ihr Maß der Dinge für DAS Groh. Keiner ist bereit nur einen Deut davon abzuweichen. Diese und andere Einflüsse sind mit dafür verantwortlich, dass der Markt sich so gestaltet hat, wie er heute ist.


wenn ich 100 leute vollquatsche mit meiner überzegung und nur einer davon dann im enddefekt nicht bei solchen leuten kauft, hab ich schon was erreicht ! viele müssen erstmal so richtig auf die sch.... fallen, darunter gehörte auch ich ! mein erster hund war aus einer nicht guten "zucht", ich dachte papiere sind papiere............
es findet mittlerweile soviel aufklärung statt, sogar via tv und trotzdem kaufen jedes jahr tausende leute ihre hunde bei solchen vermehrern ! so nach dem motto : mich wird es schon nicht treffen !! ICH bekomme bestimmt nen gesunden hund usw.
wenn ich mir so überlege.....in meinem ganzen bekanntenkreis bin ich die einzige die einen vdh hund hat........aber genau die, die ich alle bequatschen wollte schauen jetzt alle mitleidig zu uns rüber weil MEIN vdh hund ja ne allergie hat !!! dabei gehst ja nicht nur darum, eine garantie gibt es für NIX im leben. das komplexe an der geschichte welpenkauf versteht kaum einer oder es ist den meissten schlicht sch...egal woher der hund kommt ! was er erlebt hat, wie es den eltern ergeht, was für futter der welpe bekommen hat, welche untersuchungen usw...............................ach nerverending story....
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Sonntag, 26. Februar 2012, 15:54:10

Danke Diana, ich erinnere mich bzw. habe nochmal nachgelesen...konnte so jedenfalls nichts echt Verwerfliches finden, auch wenn es nicht meiner Auffassung von Zucht entspricht.

Btw: würde es mir nicht anmaßen (auch wenn es sich um eine gewerbliche Zucht handelt) gleich einen der schlimmen Vermehrer daraus zu machen, sie zu verurteilen.
Begründung dazu: Nicht alles was außerhalb des VDH läuft ist pauschal abzustempeln als Vermehrer übler Sorte, als Tierquäler etc. Mir liegen solche Pauschalverurteilungen nicht und ich bin selbst immer sehr bemüht, mich nicht dahingehend verleiten zu lassen. Interessant fand ich z.B., dass die beiden Angesprochenen Herr Frericks und Frau Veer bei dem Besuch des Reporters selbst anwesend waren und bereit Auskünfte zu erteilen. Nur die Fragen des Reporters waren wohl eher nicht die, die man gern beantwortet gehabt hätte, um mehr über deren Zucht und so weiter zu erfahren. Ebenso scheint das Interesse sehr oberflächlich, bei der Frage woher die Welpen stammen, wenn die Redaktion nicht einmal bereit ist die 80km auf sich zu nehmen, um sich selbst ein Bild über die ersten Verkäufer an ZZ zu machen. Traurig oder? Zu einer guten Recherche gehört das meiner Meinung nach dazu.

@Lotti, ich sagte ja, es ist ein gesellschaftliches Problem, eine Frage der Einstellung dieser Gesellschaft bzw. einiger/vieler Menschen. Vielleicht ist es noch nicht das richtige "Wie" wir mit den Menschen sprechen. Die Überzeugungskraft, die vielleicht wünschenswert wäre hat es jedenfalls nicht, das bestätigst Du ja mit eigenen Aussagen.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon derabgesandte » Sonntag, 26. Februar 2012, 15:57:10

In diesem Artikel wird, wenn auch nur am Rande erklärlich, warum - unter anderem - der Tierschutz auf Herrn Zajac so heftig reagiert:

http://www.xtranews.de/2011/08/26/wo-ist-denn-die-cockerspaniel-abteilung-zoo-zajac-in-duisburg/

Der wohnt sogar in seinem Laden:

Im Geschäft zuhause
Wenn man so will, wohnt das Ehepaar Zajac in seinem Geschäft: Von den Verkaufsräumen führt eine Tür in die Wohnung der Inhaber.


Schade eigentlich, dass weder der VDH noch der Tierschutzbund ihre Möglichkeiten genutzt haben, bei der Ausgestaltung der Anlage mitzuwirken. Nachdem klar war, dass er das durchziehen würde, hätte man doch wenigstens noch auf das "wie" Enfluss nehmen können. Statt dessen kann Zajac nun der versammelten Presse erklären, dass VDH und Tierschutzbund nicht mit ihm reden wollten - auf dieser Seite findet sich ein entsprechendes Video:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/umstrittener-welpenverkauf-bei-zoo-zajac-ist-gestartet-id6264551.html
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Montbard de Bethune » Sonntag, 26. Februar 2012, 16:26:17

Lottikarotti hat geschrieben:... das komplexe an der geschichte welpenkauf versteht kaum einer oder es ist den meissten schlicht sch...egal woher der hund kommt ! ....


vielleicht ganz passen dun interessant dazu dieser Beitrag von 2010 im UR wobei auch hier recht gut aufgezeigt wird, woran es hapert in der Bekämpfung von Massenzucht und unseriösen Händlern.
Leider vermisse ich aber auch in diesem Beitrag konkrete Anleitung und Hilfestellung bei folgender Aufforderung:

Schneller als langwierige Gesetzesinitiativen mit ungewissem Ausgang kann vermutlich eine nachhaltige Aufklärungsarbeit Erfolge zeigen.
Die Rahmenbedingungen hierfür sind günstig. Denn die Medien haben das Thema aufgegriffen und tragen das Interesse mit, auf Missstände
hinzuweisen und Hintergründe zu beleuchten. Dabei sollten sich die einzelnen Züchter, Hundehalter, Tierschützer und Tierärzte nicht darauf zurückziehen, dies von ihren jeweiligen Dachorganisationen zu fordern, die hier durchaus eine große Aufgabe haben. Der Erfolg wird aber davon abhängig sein, ob es gelingt, alle
Bereiche und Ebenen einzubeziehen.


Nein ganz sicher ist es die Aufgabe aller hier mitzuwirken, doch dürfte man von einem Dachverband mehr Initiative und eben Anleitung erwarten dürfen.
Das zeigt eigentlich die von mir angesprochene Machtlosigkeit und so wird auch klar, warum man sich lieber auf einen ZZ einschießt und schlimmste Szenarien prophezeit, wo es sich doch dabei noch um ein recht gut zu überwachendes und kontrollierendes Projekt handelt. Ein Sieg gegen ZZ würde natürlich gebührend gefeiert werden, während man bei all den wesentlich schlimmeren Zuständen und Machenschaften noch immer und das nach jahrelangen Versuchen kein Stück weiter gekommen ist. Im Gegenteil, man mittlerweile sogar einräumen muss, dass es mehr als nur über den Kopf wächst.

Es wird Aufklärung gefordert, immer und von allen Seiten, aber niemand ist in der Lage das "WIE" zu erklären! Da liegt das Problem, neben dem anderen Problem, dem Menschen, der sich nicht mehr immer und überall reinreden oder durchleuchten, auch angreifen lassen möchte.
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Re: Zoohandel Zajac

Beitragvon Aloha » Montag, 11. März 2013, 13:01:23

Was ist eigentlich aus dieser Angelegenheit geworden. Hört man ja nichts mehr von. Hat jemand genaue Infos?
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