Leinenführigkeit

Leinenführigkeit

Beitragvon Nala » Freitag, 18. Mai 2012, 11:56:40

Hallo ihr lieben

wir bzw meine mama hat ein kleines Problem was die Leinenführigkeit angeht, wenn sie alleine mit nala geht, ist alles wunderbar, aber sobald andere hunde dabei sind zieht sie wie bekloppt, gestern zb. wir waren spazieren, nala liebt meinen hund Sam und wenn ich vorgehe ist sie ununterbrochen am ziehen, meine mama bleibt dann schon immer stehen bis nala die leine dann locker lässt, und geht dann weiter, aber das juckt nala überhaupt nicht, sie macht sofort weiter, bis sie schon kaum luft mehr bekommt :roll:

irgendwie bin ich selber auch schon mit meinem Latein am ende, solche probleme hatte ich mit meinen hunden nicht, und wenn die mal ziehen reicht es wenn ich drei vier mal stehen bleibe und sie zurück rufe

und da Nala ein Halsband trägt sollte es ja ziehmlich unangenehm für sie sein, wenn sie nur am ziehen ist, das muss sie doch irgendwie merken :shock:

könnt ihr uns tips geben? ich habe auch schon mal getestet wenn man so einen richtungswechsel macht, aber das juckt sie genauso wenig, und sie hat ja jetzt schon mit ihren fast 4 monaten eine mege kraft, solangsam muss sie das lernen das sie nicht zu ziehen hat

wir währen sehr dankbar für tips

lg Ina
Nala
 

Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Marchello » Freitag, 18. Mai 2012, 12:29:04

Stell' mal zeitweise auf ein Geschirr um, und ziehe die Stehenbleiben-Nummer konsequent durch, solange Nala das an hat. Man macht sich zwar zum Horst, aber der Effekt ist die Erkenntnis beim Hund: "wenn ich ziehe, geht es nicht weiter - ich will weiter, also achte ich darauf, nicht zu ziehen". Das ist besser als das "Wenn ich ziehe, wird es am Hals eng - wer straft mich da?"

Versuchen wir mit Marchello auch gerade, mit durchaus sichtbarem Erfolg. Klar, bei starken Reizen ist es noch nicht richtig verdrahtet, aber da hilft nur Geduld und Konsequenz, denke ich.
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Amélie » Freitag, 18. Mai 2012, 12:55:54

Genau so haben wir es auch gemacht bzw machen wir es immer noch... beim Spazierengehen haben wir auf ein Geschirr umgestellt damit es am Hals nicht alles gedrückt wird.
Und jedesmal wenn sie zieht, stehen bleiben oder in die andere richtung gehen... klappt soweit ganz gut aber es dauert eben seine Zeit.. wie Marchello schon geschrieben hat, Gedult. :-)
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Lottikarotti » Freitag, 18. Mai 2012, 12:56:46

kann euch auch nur raten einfach dran bleiben und konsequent stehen bleiben wenn sie zieht und du gehts am besten gleiche höhe mit deinem hund :-) ich habe den selben büffel hier zuhause, die flippt auch immer völlig aus wenn sie an der leine sein muß in gegenwart anderer hunde. es ist schon viel viel besser geworden aber sie ist nun auch schon 11 monate :-) haltet durch auch wenns schwer fällt.
das es ihr am hals unangenehm ist, da könnt ihr leider lange "warten", das stört sie null selbst wenn die zunge blau anläuft :oops:
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Hedi » Freitag, 18. Mai 2012, 21:50:42

Wichtig dabei ist, dass der Hund keinen einzigen Schritt an strammer Leine machen darf, sonst hat er schon Erfolg und zieht immer weiter.
Da muss man ein sehr gutes Timing haben, dann dauert es auch gar nicht so lange, bis Hund ordentlich an der Leine läuft.
Den Spaß bei der Sache aber bitte nicht vergessen - immer schön loben oder auch mal ein Leckerchen reinschieben, wenn´s gut klappt.
Viel Erfolg mit der kleinen Nala!
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Chilli » Freitag, 18. Mai 2012, 22:04:55

...und falls vor lauter konsequens der Köttel doch mal im falschen Gebiet fällt...nehmt Tüten mit ;) nur so ein kleiner Tipp am Rande :mrgreen:
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Nala » Samstag, 19. Mai 2012, 11:10:27

Danke für die vielen antworten, einzigstes problem ist, wir wissen nicht ob halsband oder Geschierr das richtige ist, ich Tendiere ja zum geschirr, aber irgendwie sagt jeder was anderes, und irgenmdwie sagt jeder das Geschirr geht auf den rücken, und da welpen noch so weiche knochen haben währe ein geschirr garnicht gut, ich sehe das anders, zb so ein Norweger Geschirr das ist vorn an der brust schön weich, so eins habe ich für meine Hündin (sheltie) von dem geschirr bin ich eigentlich sehr begeistert
Nala
 

Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Marchello » Samstag, 19. Mai 2012, 11:31:08

Schau mal hier: http://www.bornforthedog.de/ - da haben wir schon immer unsere Geschirre bezogen. Sind gut gepolstert und - am wichtigsten - anatomisch korrekt angepasst.
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Hedi » Samstag, 19. Mai 2012, 22:03:58

Wenn das Geschirr gut sitzt (merkt man meist schon daran, ob der Hund damit gut läuft), dann finde ich es gerade für Welpen deutlich besser, als ein Halsband.
Welpen springen ja doch noch sehr oft in die Leine, da gibt es jedes Mal einen unschönen Ruck am Hals. Beim Geschirr wird der Hund ja auch gestoppt, bloß sanft.
Leineziehen wird gelernt, ob am Halsband oder am Geschirr ;) - richtiges, lockeres Leinegehen kann Hund auch lernen, ob am Halsband oder am Geschirr, beides funktioniert !
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Lottikarotti » Samstag, 19. Mai 2012, 22:52:53

meine amy hatte auch bis zu ca. einem halben jahr geschirr an, wie hedi schon schrieb für welpen ideal, sie springen halt schon mal nach vorne oder zurück, haben vielleicht mal nen rückwaärtsgang drin usw. ist einfach schonender finde ich.
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Hari » Sonntag, 20. Mai 2012, 07:48:41

Lottikarotti hat geschrieben:...
das es ihr am hals unangenehm ist, da könnt ihr leider lange "warten", das stört sie null selbst wenn die zunge blau anläuft :oops:



Das kann ich nur bestätigen :roll:


Ist schon schwierig mit den meinungen anderer, da muss ich Dir recht geben!
meine erste Hundeschule meinte, Hund soll merken, dass es unangenehm ist, also halsband. Sie arbeitet aber auch eher mit dem meideverfahren. Hat Bei Hari nichts gebracht.

Meine neue Trainerin meinte dann Geschirr und Fehlverhalten sollte ignoriert werden, richtiges Verhalten gelobt. Also positive Bestärkung + stummes Rückwärtslaufen, wenn er zog. Das konsequent durchgezogen brachte ruckzuck Erfolge..............zumindest wenn wir alleine spazieren gehen. ;)

Seit ein paar Tagen arbeite ich zusätzlich mit einem Signalwort, was ich ansonsten niemals benutze (ähnlich wie klickern, nur den habe ich ja nicht immer dabei), wenn er nicht zieht. Er hat es wohl begriffen...nun arbeiten wir uns langsam an immer mehr Ablenkung ran. Wenn andere Hunde mitlaufen, ist es aber immer noch ein riesiges Geziehe, weil Hari (wie ich nun gelernt habe, typisches Verhalten) immer der erste sein will :roll:

Zu der Frage ob Geschirr oder Halsband würde ich Deinen Bauch entscheiden lassen und das nehmen, wovon DU überzeugt bist!
Achja....die Trainerin, die mit positiver Bestätigung arbeitet meinte, man könne sich das auch aussuchen und den Hund dazu zu bekommen, dass er am geschirr vernünftig läuft und am Halsband ziehen DARF oder auch andersrum......man solle sich dann nur für eines entscheiden. Begründung war: man kann nicht bei JEDEM Gang mit dem Hund 150%ig konsequent sein.
Da muss ich ihr von der Logik her recht geben, doch ich habe das so nicht gemacht. Hari soll bei mir weder am geschirr noch am halsband ziehen!

Von einer Trainerin habe ich den Tipp bekommen, dass sie ihre Briard schon jahrelang mit Geschirren der Marke www.annyx.de führt.
Hari
 

Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Nala » Samstag, 26. Mai 2012, 20:50:15

hallo ihr lieben, Nala läuft immer besser an der leine, wir waren heute wieder bei meiner mama, letzte woche war sie noch ganz wild an der leine und hat kein stück gehört, und heute wie ausgewechselt, meine mama ist stehen geblieben und sagte hier, nala ist dann immer sofort zurück zu ihr und hat sich direkt vor ihr gesetzt, selbst wenn sie ohne leine ist hört sie fast wie ne eins

ich war ganz erstaunt :)
Nala
 

Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Immoman » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 20:47:35

Habt Ihr alle die Leinenführigkeit hinbekommen...............seit nem Jahr kein Beitrag mehr

Brauch Hilfe, mein Cadeau zeiht wie ein renntier............hab das fitnesstudio schon abgemeldet :-(, nach ner halben stunde bin ich platt
Ich bleibe stehen, bei ganz dollem ziehen, gehe ich konsequent in eine andere Richtung ( hab mich schon mal fast verlaufen vor lauter umheriiren *grins*) ....aber auch nach 10 Wochen merke ich noch keine besserung.......habe mir jetzt auch so ein klickding geholt, will am WE damit anfangen, ist das was?????

vielen Dank für weitere Tipps
Chris
es geht immer weiter....zusammen mit einem Vier-Beiner sicherlich leichter :-)
Immoman
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon herr emil weiss » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 21:30:16

wir haben das bis zur vergasung in der hundeschule geübt....emil läuft gut an der leine, eigentlich ;)
gibt auch mal Momente wo er zieht, aber echt selten.
haste keine hundeschule in der nähe`?
Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich da auch nicht hin.
Sabine und Emil (07.05.2011)

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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Marchello » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 22:02:46

Unser Bursche ist auch ewig schon ein Traktor, aber so gaaaanz langsam kommt Besinnung ins Spiel. Bei Frauchen geht es schon sehr viel besser, da gibt es auch schneller einen Anpfiff. Herrchen hält es eher mit Stummfilm - stehen bleiben, bis Monsieur nachschauen kommt, was denn den Kerl wieder aufhält :-)
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Karin » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 22:24:42

Ich kann von Aaron nur berichten, dass es eine Ewigkeit dauert bis die Sturköpfe nicht mehr ziehen. Wenn es am Hals eng wird ziehen sie noch mehr. Also genau aufpassen. Das mit dem Stehenbleiben funktioniert wirklich. Wir sind auch ewig im Zickzack gelaufen. Manchmal sind wir nur ca. 1km von unserm Haus weggekommen. Oder wir haben für 500 Meter eine Stunde gebraucht. Die Leute im Dorf müssen sich auch krumm gelacht haben. Das hat bei Aaron nicht wirklich was gebracht. Aaron ist ja nicht blöd und er wußte immer wenn ich nach Hause wollte. Wenn wir vom Ziel weg gegangen sind lief er ganz locker. Wenn ich umdrehte hat er sofort gezogen.
Nun ist er 4,5 und zieht nicht mehr. Manchmal muss ich weiter stehen bleiben, weil er gern ein Stück zu weit vorn gehen will. Aber er zieht nicht mehr. Dann bleibt er stehen und überlegt, was nun schon wieder ist. Dann geht er schrittweise zurück auf die richtige Höhe. Dann schüttelt er sich, als wollte er meine Anweisung abschütteln und es geht weiter.

Zwischendurch hatten wir auch manchmal ein Halti, was das Ziehen deutlich verbessert hat. Wenn man es damit richtig macht, hört das Ziehen schneller auf und ist für uns auch deutlich leichter. Dabei gilt aber auch immer kein Schritt, wenn er zieht.
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Jordy » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 23:25:43

Na Klasse, dann können wir Neo gleich daneben spannen und Santa kann seinen Rudolf in Urlaub schicken :)

Das mit dem konsequenten stehen bleiben hab ich natürlich auch als erstes versucht, Neo ist auch immer fein zu mir zurück gekommen, aber sobald ich weiter gehe, geht auch das Geziehe weiter. Außerdem geht es einfach auch nicht immer stehen zu bleiben, wenn man in einem bestimmten Zeitrau von A nach B muß, weil man z.B. in einer Menschenmenge dabei ist eine Fähre zu betreten oder in einen Zug zu steigen. Konsequent wäre es sicherlich stehen zu bleiben und damit zu riskieren, dass der Rest dir in die Hacken rennt oder über den Hund fällt und die Fähre / der Zug ohne dich abfährt, realistisch aber nicht wirklich. Aso ist es schon schwierig den Hund NIE damit Erfolg haben zu lassen.

Mit dem Leckerchen vor der Nase läuft Neo ja auch eine zeitlang nett bei Fuß, aber das kann man ja nicht den ganzen Weg lang so machen, ist ja auch nicht Sinn der Sache. Dann wurde mir geraten, ihn mit dem Spielzeug bei mir zu halten. Das fand Neo toll, danach hing aber immer mein Arm halb daneben von dem Gezerre an dem Spielzeug und bei großer Ablenkung sind ihm Leckerchen und Spielzeug schnell schnurz.

Dann hat mir meine Trainerin das "ignorante gehen" gezeigt, eine Zusammenstellung aus Richtungswechseln (nach 3-4 Schritten im 90° Winkel abbiegen), Wenden (Hund zieht nach vorne, rumdrehen, Leine hinterm Rücken in die andere Hand wechseln und weiter laufen), vor dem Hund kreuzen (im quasi den Weg abschneiden VORSICHT STOLPERGEFAHR :D dabei auf den Hund, bzw. seine Signale achten, senkt er den Kopf oder leckt sich über die Lefzen, beschwichtigt also, sofort loben und Leckerchen rein) und dann noch zügig rückwärts gehen, Hund hinterher locken, wenn Hund kommt rumdrehen und weiter laufen. Diese Sachen kombinieren, aber nicht zu lange. Hat Neo anfangs schwer beeindruckt, macht er auch in der Hundeschule immer noch (oder wieder) super mit, in der freien Wildbahn aber lässt ihn das ziemlich unbeeindruckt :?
Ist wohl schwierig sich so über einen Weihnachtsmarkt (man will dem jungen Hund ja schließlich einiges zeigen) zu bewegen. Im Baumarkt (wenn es nicht gerade Samstag Vormittag ist) geht es etwas besser.

Nachdem Neo dann auch noch in der Hundeschule auf die Idee kam, ich muß alle anderen Hunde platt machen, selbst in einer Testgruppe mit älteren, großen Hunden und ihm der Ballast am anderen Leinenende dabei ziemlich egal war, meinte meine Trainerin, herzlichen Glückwunsch, du hast einen typischen Briard und gab mir zum testen ein Halti Harness mit, um den Rüpel etwas mehr ein zu schränken. [url]HALTI Harness - Stops Pulling - YouTube[/url] Damit kann ich ihn wesentlich besser halten, ziehen findet er jetzt relativ doof und auch in der Hundeschule konnte der Herr sich wieder benehmen. Außerdem wurde mir noch geraten mit dem kleinen Heißsporn mentales Training zu machen, gaaaanz langsames Fuß gehen, mit Blickkontakt, ruhigen Komandos, Slalom, 8ten, Winkel, usw. zu üben, erstmal in möglichst ablenkungsarmer Umgebung und immer nur kurze Intervalle und aufhören, solange der Hund noch konzentriert mit arbeitet. Mach ich täglich mehrmals (ohne Geschirr, manchmal auch ganz ohne Leine) macht er Klasse :) Ich hoffe, nein ich weiß (immer an das Positive denken ;) dass wir das dann langsam weiter ausdehnen können, der Kleine ist ja schließlich gerade mal 6 Monate alt.
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Chilli » Donnerstag, 05. Dezember 2013, 23:28:42

Oh je...ich mag gar nicht darauf antworten ... :oops: ...
Hinweg hab ich einen LKW an der Leine und auf dem Rückweg den allerliebsten Leinenführigen Hund :evil:
Wir hatten mal konsequent mit Halti versucht und haben genau so konsequent damit aufgehört ;-)

Also ich bin da Versager schlechthin was das Training angeht... :( :oops: Kann nicht mal genau sagen an was es genau lag/liegt...sind so viele Sachen...sch...ade...!
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Emma » Freitag, 06. Dezember 2013, 00:16:54

.... auch Sturkopf Exel ist nur bedingt Leinen führig .
Bei meinem Mann und in gewohnten Umgebungen klappt es ab und zu,
aaaber wir wohnen auf dem Dorf.
Irgendwie ist es ein hoch und runter :twisted: ,also nie langweilig ;)
Wir üben auch mit Richtungswechsel u Stoppen.
Denken ernsthaft über klickern nach,
haben uns die DVD von Denise Nardelli "Der Trick mit dem Klick" gekauft.
LG von Kerstin
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Re: Leinenführigkeit

Beitragvon Thomas » Freitag, 06. Dezember 2013, 00:27:04

Ich würde das an der Schleppleine üben. Von daher auch nicht an Fähren, Zügen oder Plätzen. Ganz in Ruhe auf dem Weg zur Gassirunde. Später kann man es dann in anderer Umgebung mit kürzeren Leinen weiter üben.

Hund ist ja voller Elan, wie ein Rennpferd vor dem Start, wenn es zur gewohnten Runde geht. Endlich geht's los. Diese Erwartung, diese Freude, der Hund explodiert ja förmlich.

Mit einer kurzen Leine ist die Lernerfahrung nicht wirklich da. Der Hund soll ja lernen, es geht nur mit dir vorwärts und auch nur neben dir.

Das Rückkommando sollte ja sitzen. Ich hab HIER. Läuft Nicki zu weit vor, bleib ich stehen und ein HIER kommt.

Ich würde also die Länge der Schleppleine nutzen. Kommt Zug auf die Leine, stehen bleiben, Hund zurück rufen. Sich interessant machen. Erst wenn Hund bei Fuß, geht es weiter. Natürlich sprintet Hund wieder los. Gleiche Aktion. Das wiederholt sich ständig. Aber die lange Leine gibt dem Hund halt mehr Zeit zum lernen, Zusammenhänge zu beobachten.

Das ganze ist ja letztlich auch Team- und Bindungsarbeit. Es dauert seine Zeit. Das sie es können, zeigt ja der Rückweg. Man muss sie halt nur dazu bringen, auch so auf dem Hinweg zu handeln. Aber dieses Rennpferdgefühl ist schon heftig.

Was wir oft vergessen ist, dass wir Misserfolge ignorieren, Erfolge aber mit dem Hund feiern sollten. Auch wenn er aus dem Welpenalter raus ist.
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