Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

"Typisch Briard!?!" ;-)

Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon KimbaBatida » Dienstag, 08. Januar 2019, 23:51:32

Hallo,

ich mache mir immer wieder Gedanken darüber ob ich meinen Briard nun zuviel oder zuwenig beschäftige. Einerseits hört man der Briard braucht eine Aufgabe, muss ausgelastet werden, andererseits hört man ein Hund braucht gar nicht sooooviel Beschäftigung, sondern muss mindestens 20 Stunden am Tag schlafen bzw ruhen können.... Als Halter denkt man sich man wird schon merken wenn es dem Hund zu langweilig ist oder er gerade gestresst ist weil es zuviel an Input war, aber ist das auch wirklich so, bekommt man das wirklich immer alles mit?

Hatte vorher eine Briard/Border Collie Mix Hündin die echt nie zur Ruhe kam. Nach einem 3 Std. Spaziergang kamen wir nach Hause und sie hat mir dann erstmal ihren Ball vor die Füsse geschmissen. Das war mit Sicherheit auch nicht normal, die zur Ruhe zu bringen war echt nicht leicht. Sie konnte nicht abschalten...

Also bei uns läuft das momentan so ab. In der Woche wache ich um 7:30 Uhr auf, Kimba kommt dann ins Bett und wir kuscheln erstmal ne Runde. Dann, ca. 15 min. später, stehe ich auf. Ich fütter die Pferde, mach Paddock, Unterstand und Hühnerhaus sauber und gehe dann eine Stunde mit den Hunden spazieren. Aber echt einfach nur langweiliges Spazierengehen, also für die Wuffs. Ab und an mal mit Stöckchen spielen wenn Kimba mir eins bringt und toben will. Ansonsten einfach nur laufen und schnüffeln.

Bis 13:00 Uhr ist dann schlafen angesagt für die Wuffs und für mich arbeiten :roll: Dann geht es ca. 2-3 Std. in den Wald, jeden zweiten Tag ausreiten mit Pferd in den Wald, ansonsten Apportiertraining oder einfach nur Spass haben mit Ball und Baumslalom usw im Wald oder auf den Feldern oder Treibball und Fun Aggility im Garten, halt immer im Wechsel. Meist reicht das für den Rest des Tages und die beiden schlafen oder ruhen in ihren Körbchen. Manchmal reicht es nicht und Kimba kommt dann zu mir und legt mir fordernd die Nase aufs Bein so nach dem Motto: hast du nicht Lust noch was zu machen? Dann spiel ich noch mit ihnen, entweder Zerrspiele oder verstecke Leckerlies usw. Im Sommer sind wir bis spät abends im Garten, dann sind sie fitter und wollen öfters spielen als im Winter. Wir waren eine Zeitlang in der Hundeschule, haben Mantrailing gemacht und so weiter und das hat mir und den Wuffels echt Spass gemacht. Aber das ist so weit weg, eine Strecke 1 1/2 Std über die Berge (im Winter brauche ich glatt mal doppelt so lang dafür), das ist echt nervig. Also habe ich das erstmal eingestellt, leider...

Wenn ich nun lese das ein Briard unbedingt eine Aufgabe braucht usw, dann habe ich das Gefühl das ich da was falsch mache, also sie nicht genug forder. Ich glaube nicht das Kimba unglücklich ist, also nicht genug ausgelastet ist, aber ich kann mich auch täuschen. Was meint Ihr, was macht Ihr so mit Euren Wuffels???
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon Lottikarotti » Mittwoch, 09. Januar 2019, 07:14:54

Ich finde du solltest dir keine Gedanken machen. Deine Hunde haben genug Beschäftigung.
Ich habe früher viiiiiel mehr gemacht und habe auch manchmal den gleichen Gedanken wie du.
In der schönen Jahreszeit nicht so das Problem und da ist Amy , wie bei euch, auch oft mit bei den Pferden, den ganzen Tag draussen dabei.
Jetzt tue ich ihr eigentlich nur Leckerchen verstecken, Futterball füllen, Schnüffelteppich hat sie auch. Gassi gehts so 2 Std ca täglich.....
Neulich haben wir mal aufräumen geübt, aber ich gebe es zu das mache ich echt wenig, im Vergleich zu früher :roll:
Unser Problemchen ist das ich Amy von den Bällen weg bekommen wollte und habe sie alle weg getan. Sie hat schon heftig abgenutzte Zähne, trotz das ich nur Hundebälle habe. Deswegen gibt's keine Ballspiele mehr.
Wir müssen wieder mehr tun !!!
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon halloweenchen » Mittwoch, 09. Januar 2019, 07:33:57

meine Erfahrung ist, dass die meisten Briards recht anpassungsfähig sind, ohne Schaden zu nehmen.
Sie sind mit ihrem Dosenöffner bei allem dabei, was dieser anfängt - aber wenn einmal Ruhe ist (z.B. Krankheitshalber vom 2-Beiner aus) passiert auch nichts. Sie kommen nach meiner Erfahrung auch tagelang ohne Beschäftigung gut über die Runden.
Für mich ist der Briard auch so ideal, weil er sich an seinen Menschen anpassen kann und ich noch nie das Gefühl hatte, dass ich mit dem, was ich mache meine Hunde unter- oder überfordere. Hauptsache, sie dürfen überall mit dabei sein ;-) Das ist es, was einen Brie glücklich und ausgeglichen macht :)
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon KimbaBatida » Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:24:42

Ja, vielleicht mache ich mir zuviele Gedanken, weil eigentlich glaube ich das es Kimba ganz gut gefällt was ich so mit ihnen mache. Aber da hört man dann immer wieder dies und das... man sollte echt nicht soviel im Internet lesen, macht einen nur ganz kirre :roll: :D .

halloweenchen hat geschrieben:meine Erfahrung ist, dass die meisten Briards recht anpassungsfähig sind, ohne Schaden zu nehmen.
Sie sind mit ihrem Dosenöffner bei allem dabei, was dieser anfängt - aber wenn einmal Ruhe ist (z.B. Krankheitshalber vom 2-Beiner aus) passiert auch nichts.


Das gefällt mir auch so gut an Kimba, sie nervt nicht wenn man mal nicht soviel gemacht hat. Aber Batida zum Glück auch nicht. Nur meine Jessy war da nicht so einfach obwohl Briard mit drin war. Die hat einen dann den ganzen Tag mit ihrem Ball verfolgt..... Und konnte das auch total gut voll genervt auf ihrer Decke zu liegen und immer wieder laut schnaufend und seufzend zum Ausdruck zu bringen das sie doch heute nicht genug getan hat :roll:

halloweenchen hat geschrieben:Für mich ist der Briard auch so ideal, weil er sich an seinen Menschen anpassen kann und ich noch nie das Gefühl hatte, dass ich mit dem, was ich mache meine Hunde unter- oder überfordere. Hauptsache, sie dürfen überall mit dabei sein ;-) Das ist es, was einen Brie glücklich und ausgeglichen macht


Ja ok, ich denke Du hast recht und meine Wuffels können sich nicht beschweren, ist halt nur eben so das man überall liesst der Briard braucht eine Aufgabe und wenn er unterfordert ist, dann kann er ziemlich nervig werden in jeder HInsicht. Aber ich habe eher das Gefühl das es so ist wie ihr sagt und sie ziemlich genügsam und in der Beziehung relativ einfach sind. Meine sind auch immer mit dabei, auch wenn wir nur kurz einkaufen fahren und sie im Auto warten müssen (also ausser im Sommer bei 30 Grad im Schatten, das ist dann aber die einzige Ausnahme zu der sie alleine Zuhause bleiben müssen, sonst nie)

Lottikarotti hat geschrieben:Neulich haben wir mal aufräumen geübt, aber ich gebe es zu das mache ich echt wenig, im Vergleich zu früher


Wie machst Du das mit dem Aufräumen??? Also wie hast Du ihr das beigebracht, das finde ich nämlich auch total gut.

Lottikarotti hat geschrieben:Unser Problemchen ist das ich Amy von den Bällen weg bekommen wollte und habe sie alle weg getan


Ohhhh das kenn ich, wie gesagt, meine Jessy war ein Balljunkie par excellence..... Ohne ging gar nix. Hab ich leider verschuldet, erster Hund, wusste es nicht besser usw. Bei Kim hab ich damit gar nicht angefangen, also nicht so extrem. Ball spielen findet sie toll, aber wir machen es eben dosiert.
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon Lottikarotti » Donnerstag, 10. Januar 2019, 09:14:09

Aufräumen läuft so :
Amy kennt ja Kommando "brings mir" und so habe ich ihre Kiste Spielzeug in ihr Körbchen geschüttet und habe mich mit der leeren Kiste ein paar Meter weit weg gesetzt. Dann gings los......bring`s und Amy brachte es, Stück für Stück, legte es mir in meine Hand ( die in der Kiste war). Beim zweiten Durchgang wusste sie schon das das Spieli in die Kiste soll und es ging schon ohne Hand. Streber !
Beim nächsten mal probiere ich mal die Spielis etwas zu verstreuen usw. später dann neues Kommando "Aufräumen" einbauen. Ziel ist dann das sie in der Wohnung ihre Spielis einsammelt und bringt und in die Kiste legt.
Wir hatten natürlich auch kleinere Diskussionen. Amy mag ein paar Teile in ihrer Kiste lieber wie Andere und als nur noch die ungeliebteren Teile übrig waren in ihrem Körbchen, ging sie dazu über die schönen Teile wieder aus der Kiste klauen zu wollen :mrgreen:
Schade das ich zu dumm bin hier ein Video einzustellen, hatte eins bei Facebook davon hochgeladen.
Was auch ne tolle Beschäftigung ist, die Futtertasche. Leider hat Amy echt ein extremes Sabberproblem und wenn ich die Futtertasche verstecke und sie sie mir 1 oder 2 mal gebracht hat, kriege ich den Reissverschluss kaum auf, weil die Tasche soooooo schleimig ist :roll: Ja und wohin dann damit ? In die Jackentasche :o
Aber es ist soooooo umfangreich was man damit alles machen kann.......
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon KimbaBatida » Samstag, 12. Januar 2019, 22:23:39

Danke für die Beschreibung, das werd ich mal ausprobieren!!! Futtertasche apportieren lieben meine beiden. Mein Trainer hat immer gesagt: je stink desto besser :mrgreen: also nie waschen das Teil. :roll: Und wenns vollgesabbert ist, tja dann :mrgreen: ..... Die Wuffs findens geil und das ist das wichtigste, vielleicht in nen Kotbeutel packen ;)
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Re: Wieviel Beschäftigung braucht ein Briard?

Beitragvon Muggelbande » Sonntag, 03. Februar 2019, 21:38:23

Jona ist eine absolut faule Socke...die kann man sowas von schwer motivieren.... :roll:
Agility fand sie blöd, Mantrailing auch...wir haben Suchspiele versucht...das macht sie ein mal und dann war´s das..
Jona mag am liebsten im Garten rumstromern, im Wald rumschnuppern und mit ihrem Kumpel rumrennen...aber ich geb die Hoffnung nicht auf...lach... :D
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